Die Legende vom Waweldrachen

Herold:
An die Ritter, an den Adel, an die Stadtbürger
Seine Majestät, der König
verkündet seine Botschaft:
Seid gegrüßt mein liebes Volk,
machet die Ohren auf
und höret gut zu:

Wir verkünden, wie vor einem Jahr und
diese Nachricht kreiste schon um die ganze Welt,
wer mit dem Drachen fertig wird
hat sich eine satte Belohnung verdient.

Der König:
Liebe Kinder schaut mal her,
eine Höhle, in der jetzt
der schreckliche Drache wohnt,
und alles rundherum zerfetzt.
Ich habe schon vor einem Jahr verkündet
und die Nachricht kreist schon um die ganze Welt,
wer mit dem Drachen fertig wird
hat sich eine satte Belohnung verdient.

Der Drache:
Ich grüße euch alle, ich bin der Drache
und wenn ich Hunger habe
ist nichts für mich in der Welt zu schade.

Die Ritter:
Der Drachenbauch bleibt heute leer
die Königsritter kämpfen mutig
für ihren Herrn !

Der Drache:
Ich bin tapfer und sehr stark!
Ihr habt euch zu mir gewagt?

Erschrocken schauen die Ritter sich um, ob keiner sie sieht.

Die Ritter:
Hej! Wir laufen besser weg
bevor uns einer entdeckt
andererseits wenn wir noch bleiben
wird der Drache uns verspeisen
Aaaaaaa....!!!

Die Ritter laufen mit panischer Angst weg. Sie wollen unentdeckt bleiben. Als sie im Schloss angekommen sind, stürzen sie sich vor dem König auf die
Knie.

Die Ritter:
König, unser Herr und Herrscher
haben wir für dich gekämpft
jetzt kommen wir lebend zurück,
wir hatten riesen Glück.

Der König:
Ist das wirklich wahr?

Die Ritter:
Na klar, Herr!
Die Bestie ist wirklich ungeheuer,
kaum guckt sie, spuckt sie schon Feuer,
wer zu ihr hingeht
ist verloren für die Welt.

Der König:
Was soll ich denn wohl noch tun?
Der Herold soll in kürze wieder verkünden und
mutige Bürger für den Kampf mit dem Drachen finden.

Herold:
Unsere Majestät ist traurig
seine Botschaft klingt doch klar
wer besiegt den Drachen bald
bekommt die schöne Prinzessin
als Braut

Krakauer:
Och! Die Prinzessin, ein Traum!
(verträumt) Ach! Ein halbes Königreich zu besitzen...
(jetzt lauter) aber besser ist es gar nichts zu haben
als dem Drachen zu verfallen!

Schuster Skuba:
Ich habe keine Angst
bald besiege ich den Drachen
weil das, was er mit uns allen tut,
findet hier keiner gut!

Schuster Skuba:
Guter König und mein Herr!
Ich bin sofort gekommen hier her.
Ich bin Skuba der Schuster
und Ihr werdet es noch sehen
bald werden Wunder geschehen!

Der König:
Was für ein Jammer!
Statt mit einem Schwert
kämpft er mit dem Hammer!

Die Prinzessin:
Vater! Bitte! Lass ihn mal probieren,
ich glaube wir weden bald alle triumphieren!

Der König:
Gut Skuba! Ich gebe dir meinen Segen!
Ich komme dir mit deinem Wunsch entgegen.
Sei vorsichtig ! Ob dir das gelingt....

Schuster Skuba:
Ich brauche ... (er zählt mit den Fingern)
etwas Haut von einem Widder, eine Nadel, Schusterdraht, Teer...
Vertraue mir mein Herr ,
bald kümmern wir uns wegen dem Drachen nie mehr!

Die Krakauerinnen:
Und was jetzt?
Hört ihr das?
Oh! er kommt nicht wieder lebend zurück!
Wir wünschen ihm ganz viel Glück !
Armer Schuster !Ajajaj...
weinen wird das ganze Land...

Schuster Skuba:
Schwefel und Teer habe ich in Widderhaut eingenäht
jetzt muss ich schnell weg.
(Er legt den Widder vor die Drachenhöhle)
Und wenn die Bestie Hunger hat
liegt das Essen schon parat.

Der Drache:
Oh! Was sehe ich denn da!
Das ist aber wunderbar!
Ein Schaf und so fett!
Für mich? Wie nett!

Der Drache frisst das Schaf.

Der Drache:
Bisschen scharf das Schäfchen
aber wenn man Hunger hat
machen auch Gewürze satt
Rein damit..(er schluckt)

Plötzlich fasst er sich am Bauch und schreit:

Oh! Es ist etwas nicht in Ordnung!
Es brennt in meinem Bauch!
O! Ich muss schnell was trinken!
Ich ersticke!

Krakauer:
Der Drache trinkt und trinkt!
Er lebt kaum noch!
Immer noch hört man Schreie!

Krakauerinnen:
O nein ! Er ist geplatzt!

Die Prinzessin:
Der Drache lebt nicht mehr!
Der kommt nie mehr wieder!
Was für Freude breitet sich überall aus!

Zur selben Zeit kommt Skuba zu dem König und verbeugt sich vor ihm bis zum Boden.

Der König:
Lieber Skuba, mein Schuster
wir ehren dich für deine Taten,
nimm die Krone
und jetzt darfst du meine Tochter
die Prinzessin heiraten

Die Prinzessin:
Komm mein Schuster
die Kutsche wartet schon
mit der Vekündung unserer Ehe
beeilen wir uns wohl

Krakauerinnen:
Frieden und Glück spürt man überall

Krakauer:
Die prunkvolle Hochzeit findet heute statt!!!

Der König:
Küss deine Frau, mein Schwiegersohn..

Schuster Skuba:
Mein König! Ich bin ein wenig verlegen,
soll ich die Prinzessin vor allen Leuten  begehren?

Ein Krakauer spielt auf der Trompete Krakauer Turmmusik (Hejnał mariacki). Die Krakauer tanzen einen Krakowiak (polnischer Volkstanz).

Nachrede

Erzähler:
Die wunderbare Hochzeit hat stattgefunden heute,
Es waren wenig und auch viele Leute,
die Instrumente spielten laut,
es wurde getanzt mit der Braut
und als der Tag wieder zum Leben erwachte  
und die ersten Sonnenstrahlen mit sich brachte
war fast die ganze Stadt am schlafen
glücklich und selig ohne den Drachen!

Ende