Erfahrungsbeichte

Erfahrungsbericht von Alexandra Cichon (Studentin/ Bergmühlenschule/ Wintersemester 2010/2011)

Beginnen möchte ich damit, dass ich sehr froh war, nach längerer Zeit mal wieder ein Praktikum innerhalb des Studiums machen zu können. Es war schön, mal wieder die praktische Arbeit und das Schulleben zu erfahren. Ich habe mir erhofft, dass mir das Praktikum Spaß macht, dass ich Erkenntnisse gewinnen kann und dass mein Berufswunsch noch mehr verstärkt wird. Diese Hoffnungen haben sich erfüllt. Gewählt habe ich das Theaterprojekt als Praktikum, weil ich gerne kreativ mit Kindern arbeite und bei diesem Praktikum die Möglichkeit besteht, die Kinder auch mal außerhalb des normalen Unterrichts kennenzulernen und sie bei einer schönen, neuen Erfahrung zu begleiten. Aber nicht nur für die Kinder war das Theaterspielen und die dazugehörige Organisation neu, sondern auch für mich und meine Kommilitoninnen. Somit war dieses Praktikum auch eine große Herausforderung. Immer wieder gab es natürlich Momente, in denen es schwierig und anstrengend wurde. Doch die beste Erkenntnis, die ich persönlich im Praktikum gewonnen habe ist, dass ich gemerkt habe, dass mir auch in diesen Momenten nie die Lust an der Arbeit vergeht und dass sie mir dann immer noch sehr viel Spaß macht. Somit wurde auch das Gefühl wieder stärker, dass ich den richtigen Beruf für mich gewählt habe. Jeder Bereich, ob das Üben der Texte, das Malen der Bühnenbilder oder das Singen hat Spaß gemacht. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Kinder sind und wie sie die Arbeit angehen. Bei einigen Kindern war ich erstaunt darüber, was für eine schnelle Auffassungsgabe sie haben, andere wiederum brauchten sehr viel Hilfe. Ich fand es gut, diese Unterschiede bei den Kindern mal wieder in der Praxis zu sehen und zu erkennen, dass man als Lehrkraft vor allem auf die Fähigkeiten der Schüler achten und sich anpassen muss. Es war schön zu beobachten, wie sich die Kinder auf das Theaterprojekt und später auch auf die Aufführung freuten. Etwas unwohl habe ich mich gefühlt, als man mit der Zeit merkte, dass einige Schüler etwas überfordert waren und allen Schülern irgendwann das alleinige Textproben nicht mehr so viel Spaß machte. Es fehlte Ihnen wohl zum Schluss die nötige Abwechslung, die Kinder bei einem solchen Projekt brauchen. Da jedoch die Texte der wichtigste Bestandteil waren, war es schwierig dieses Problem zu umgehen. Trotz allem hat zum Schluss alles gut geklappt und anfängliche Probleme haben sich aufgelöst. Vor allem bei der Aufführung habe ich gemerkt, wie schön es ist, nach so langer Arbeit das Ergebnis zu sehen und zu zu wissen, dass es den Kindern gefallen hat. Insgesamt hat mir das Praktikum wirklich viel Spaß gemacht und es war vor allem lehrreich. In meinen Augen ist es sehr wichtig, den Kindern im Schulalltag immer wieder solche Projekte zu bieten, die ihnen die Möglichkeit geben, sich kreativ zu betätigen. Ich hoffe, dass ich später als Lehrerin noch viele solcher Projekte durchführen und erleben kann.

   

Erfahrungsbericht von Sandra Witt (Studentin/ Bergmühlenschule in Essen/ Wintersemester 2010/2011)

Das Theaterprojekt an der Bergmühlenschule in Essen hat mir sehr gut gefallen, da ich gemeinsam mit den Kindern überwiegend praxisorientiert Arbeiten konnte. Die Vor- und Nachbereitungen in den Seminaren waren hilfreich und haben mir einen umfangreichen Überblick über das gesamte Projekt, sowie eine gute Reflexion über die gesammelten Eindrücke in der Schule geboten. Während der Vorbereitungen in den Seminaren, wurden wir vor allem auf die Umsetzung des Themenstoffs in der Schule vorbereitet, sodass wir gezielt Unterrichtsstunden in Bezug auf das Thema: „Theater-Spielen" planen und durchführen konnten. Auch die kooperative Zusammenarbeit zwischen der Schule und den Kommilitoninnen zeichnete sich dadurch aus, dass wir das Theaterstück zusammen mit den Kindern am Ende erfolgreich aufführten. Das setzte natürlich viel Planung sowie Organisation voraus, die wir aber aufgrund der guten Teamarbeit erfolgreich meisterten. In den Unterrichtsstunden bereiteten wir die Kinder auf das Theaterstück vor, indem wir ausführlich über den Inhalt sprachen und wichtige Charakteristika des Theaterspielens erarbeiteten. Mit großem Enthusiasmus waren die Kinder dabei sich in den Rollen als kleine Schauspieler zu üben und tatkräftig bei der Gestaltung der Requisiten und Bühnenbilder mit zu helfen. In diesem Projekt ging es zudem auch darum, Unterrichtsinhalte im Fach Deutsch auf spielerische Art und Weise zu vermitteln, indem die Kinder produktiv arbeiteten und somit positive Lernerfolge erzielt wurden. Erste Handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtselemente waren also hier mit eingebunden. Meine Erfahrungen im Laufe des Praktikums waren für mich sehr nachhaltig und ich kann zukünftigen KommilitonInnen eine Teilnahme nur empfehlen.

   

Erfahrungsbericht von Sylvia Brügel (Studentin/ Bergmühlenschule/ Wintersemester 2010/2011)

Mir wurden diese schulpraktischen Studien von einer Kommilitonin empfohlen und ich kann ihr nur für diese Empfehlung danken. Ich war überrascht, wie motiviert und begeistert die Kinder an diesem Projekt mitgearbeitet haben, wie ernst sie es genommen haben und vor allem, wie schnell sie ihren Text auswendig gelernt hatten und welches schauspielerische Talent in einigen der Kinder schlummert.

Besonders gut fand ich auch, dass an diesem Projekt nicht nur eine Klasse beteiligt war, sondern die Kinder aus zwei Parallelklassen miteinander auskommen mussten, was der Kommunikation zwischen den Kindern, meiner Meinung nach, nur förderlich war.

Bei den Aufführungen war ich überrascht, dass die Kinder weniger nervös waren, als ich es erwartet hatte. Sie waren sehr diszipliniert und gaben ihr Bestes, was der Applaus des Publikums bestätigte.

Zudem hat Frau Ullmann uns super vorbereitet und stand uns immer für Fragen zur Verfügung und ließ uns trotzdem freie Hand, damit wir eigenständig unsere Erfahrungen im Umgang mit Kindern und im Bezug auf das Unterrichten machen konnten.

   

Erfahrungsbericht von Charlotte Lehrich (Studentin/ Bergmühlenschule/ Wintersemester 2010/2011)

Als ich das Angebot der Universität sah, die schulpraktischen Studien in der Form eines Theaterprojektes absolvieren zu können, war ich sehr begeistert hiervon und meldete mich sogleich an. Das Projekt hieß „Kinder spielen Theater" und lief über ein Semester. In den ersten Wochen planten wir unser Vorgehen in den einzelnen Theatergruppen, in denen die StundentenInnen den Betreuerinnen zugeteilt wurden. In der ersten Seminarsitzung erfuhr ich, dass meine Theatergruppe zwei Klassen betreuen sollte und diese ein gemeinsames Theaterstück zur Aufführung bringen sollten. Wir waren fünf Studentinnen und eine Betreuerin und ich stellte mir dieses Vorhaben sehr schwierig vor. Allein alle Kinder unter einem Hut zu bekommen und alles zu organisieren empfand ich als große Herausforderung. Nach der Planungsphase gingen wir an die Schulen. Ich war in der Gruppe, die an die Bergmühlenschule ging. Hier waren wir für zwei vierte Klassen zuständig. Am Anfang war es sehr schwierig, alles zu koordinieren, da es viele Kinder waren, die an diesem Projekt teilnahmen. Da die Kinder jedoch gut mitarbeiteten, legten sich erste Unsicherheiten schnell. Nach einiger Zeit klappte das Projekt immer besser und ich hatte das Gefühl, dass es den Kindern richtig Spaß machte. Sie stellten selbstständig die Bühnenbilder und Requisiten her, was sie durchaus mit großer Begeisterung taten, weil sie sich vorstellten, wie ihr „Werk" später vor den Zuschauern präsentiert wird. Die Kinder haben die von uns vorgefertigten Bühnenbilder ausgemalt und auch die Requisiten gebastelt. Dann teilten wir den Kindern ihren jeweiligen Text zu und stellten fest, dass alle Kinder sehr begeistert ihren Text entgegen nahmen und auch nach kurzer Zeit diesen bereits auswendig konnten. Dann haben wir mit den Kindern immer wieder die Texte eingeübt, weiter an den Bühnenbildern und Requisiten gearbeitet. Bei der Einübung des Stückes stellte sich immer wieder das Problem heraus, dass einige Kinder sich nicht merken konnten, wann sie an der Reihe waren. Dieses Problem stellte sich aber nach einiger Übungszeit ein. Schließlich probten wir das Stück mit Bühnenbildern und Requisiten. Hierbei stellte sich oft das Problem, dass es den Kindern sehr schwer fiel, sich lange zu konzentrieren. Je näher der Tag der Aufführung aber rückte, desto konzentrierter wurden die Kinder und desto besser klappte das Stück. Beide Aufführungen klappten richtig gut und die Kinder gaben ihr bestes. Sie waren zwar sehr aufgeregt, meisterten dies aber sehr gut. Sie bekamen von den Zuschauern nur gute Kritiken und viel Beifall. Abschließend kann ich zu dem Projekt sagen, dass es mir sehr viel Spaß gemacht hat und dass sich auch der Aufwand und die Mühe, die man in dieses steckt, sich in jedem Fall lohnten. Es gab mir wirklich gute Einblicke in eine Theaterarbeit mit Kindern und dadurch, dass wir auch zeitweise mit kleineren Gruppen üben mussten, bekam ich einen guten Draht zu den Kindern. Die Begleitung der Kinder vor allem bei den beiden Aufführungen hat mir sehr viel Freude bereitet, da die Kinder dieses sehr ernst genommen haben und sehr bemüht waren, alles richtig zu machen. Ich würde bei einem solchen Projekt jederzeit wieder mitmachen und werde es in sehr guter Erinnerung behalten.

   

Erfahrungsbericht von Soofie Kroß (Studentin / Bischof-von-Ketteler-Schule / Wintersemester 2009/2010)

In meinen Augen war das Theaterprojekt an der Bischof von Ketteler Schule sehr erfolgreich. Die Arbeit mit den Kindern der Klasse 2b und die Zusammenarbeit mit der Klassenlehrerin, den Mitstudierenden und der studentischen Hilfskraft Frau Ullamann hat mir sehr viel Spaß bereitet. In wenigen Wochen haben wir es geschafft drei große Bühnenbilder, zahlreiche Requisiten und den Text für zwei Theaterstücke einzustudieren. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Klassenlehrerin sehr engagiert mitgewirkt hat und zusätzlich Zeit investiert hat, um beispielsweise die Textkenntnisse der Schülerinnen und Schüler zu perfektionieren oder restliche Bastelarbeiten fertig zu stellen. Zu dem waren alle Kinder sehr motiviert und die meisten verfügen über eine sehr schnelle Auffassungsgabe. Nur so war es meiner Meinung nach möglich, dass Zweitklässler gleich zwei Theaterstücke inszenieren konnten.

Die Aufführungen verliefen ohne nennenswerte Komplikationen. Die Nervosität der Kinder hielt sich in Grenzen, auch wenn die Videoaufnahme der ersten Vorstellung beweist, dass die Proben noch viel professioneller verliefen, als die tatsächliche Aufführung. Dennoch bin ich mit der Leistung der Kinder sehr zufrieden und habe bei einzelnen Schülerinnen und Schülern eine deutliche Steigerung erkennen können.

Ich kann die Arbeit an diesem Projekt nur empfehlen, denn nicht nur die Schülerinnen und Schüler lernen auf spielerische Art und Weise, auch die Studierenden profitieren von dieser Methode. Denn die intensive Zusammenarbeit mit den Kindern hat mir mehr Erfahrungsreichtum gebracht als meine bisherigen Praktika.

   

Erfahrungsbericht von Svetlana Uydanova (Studentin / Bischof-von-Ketteler-Schule / Wintersemester 2009/2010)

Theater und Grundschule... Wie geht das? Kann man die zwei überhaupt verbinden?
Vor dem Beginn meines Praktikums im Fach Deutsch war ich eher skeptisch. Kleine Kinder kann man ja ziemlich schwer organisieren, besonders für solche Projekte, habe ich mir immer gedacht. Die Idee eines kreativen Schulpraktikums schien mir doch interessant zu sein, deshalb wollte ich es trotzdem ausprobieren. Noch ein Grund für meine Entscheidung war die Tatsache, dass ich Herr Schneider schon von einem anderen Praktikum, nämlich im Fach Chemie, kannte.
Rückblickend lässt sich sagen, dass das ganze Projekt gut organisiert war. Die Schulbesuche wurden eine Woche im Voraus an der Universität geplant und „Rollen“ der Studenten aufgeteilt, d.h. jeder wusste, was er zu tun hatte. Darüber hinaus war die Durchführung des Projekts ständig durch studentische Hilfskraft und die Lehrerin jeweiliger Klasse unterstützt. Dadurch fühlte man sich in der Schule sicherer.
Insgesamt hat das Projekt ein Semester lang gedauert. Dabei betrug die Schulaufenthalt selbst nur ca. drei Monate. Die zeitliche Begrenztheit hat allerdings nicht verhindert, dass alles, was geplant, nicht erledigt wurde. Es wurde ausreichend geprobt, Bühnenbilder wie auch Requisite wurden zusammen mit den Kindern gebastelt.
In der Bischof-von-Kettler-Schule wurde sogar nicht ein, sondern zwei Theaterstücke eingeübt. Dabei handelte es sich um ziemlich kleine Kinder - eine zweite Klasse. Eine große Herausforderung, würde man auf den ersten Blick denken. Ganz gegen anfängliche Befürchtungen konnte man mit den Kindern gut arbeiten. Sie waren immer motiviert, gehorsam und nicht nur schnell sondern auch ordentlich beim Malen und Basteln. Schon nach dem dritten Besuch waren das Bühnenbild und ein Teil der Requisite fertig. Beim vierten wurde die Textarbeit gemacht, und danach hat das richtige Proben angefangen. Nach der zweiten Probe konnten schon alle Kinder ihren Text auswendig.
Der Höhepunkt des ganzen Projekts war selbstverständlich die Aufführung der Theaterstücke. In der Bischof-von-Ketteler-Schule waren es insgesamt zwei: eine am Vormittag für ca. 120 Schüler und eine am Nachmittag für die Eltern. Daher war der Tag ziemlich anstrengend – sowie für Kinder als auch für die Organisatoren. Nichtsdestotrotz war der Tag spannend und erlebnisvoll, besonders für die Schüler. Zum ersten Mal in ihrem Leben standen sie auf der richtigen Bühne und vor so vielen Menschen Dabei hatten einige von ihnen Mikrofone in der Hand bzw. auf dem Kopf, was für zusätzliche Aufregung sorgte. Hinzu kommt, dass fast alle Kinder an beiden Stücken beteiligt waren und sich zwischendurch schnell umziehen mussten. Dessen ungeachtet sind beide Aufführungen gut gelaufen. Erfreulicherweise hat kein Kind den Text seiner Rolle vergessen oder sein Kostüm falsch angezogen. Die Technik hat ebenfalls nicht versagt.
Im Zuschauerraum war es während der ganzen Aufführung leise. Beide Theaterstücke sind bei den Schülern und den Eltern gut angekommen. Sie haben begeistert geklatscht und zufrieden das Pfarrhaus, wo das Ganze stattgefunden hat, verlassen.

Es lässt sich resümieren, dass das ein gelungenes und für alle Beteiligten vorteilhaftes Projekt war. Bei den Schülern wurden verschiedene Kompetenzen, wie beispielsweise Sprachkompetenz, soziale Kompetenz, Selbstkompetenz u. a., gefördert. Studenten konnten ebenfalls viel lernen und haben praktische Erfahrungen mit der Methode des Theaterspielens gesammelt.

   

Erfahrungsbericht von Christine Asholt (Studentin / Leither Schule / Wintersemester 2009/2010)

Das semesterbegleitende Praktikum an der Leiterschule hat einem als Student einen guten Überblick darüber verschafft, wie man in der Schulpraxis ein Theaterprojekt mit einer Klasse umsetzen kann. Da man von Beginn an in die Planung, Organisation und Umsetzung integriert wurde, konnte man sich auf den verschiedenen Ebenen mit der Realisierung eines Theaterstücks in der Schule auseinandersetzen und weiss für die Zukunft, worauf besonders zu achten ist. Dadurch, dass wir von der Klassenlehrerin Fr.Baumgart so freundlich aufgenommen wurden, konnten wir selbständig mit den Schülern arbeiten, wobei uns stets Fr. Heinz als Unterstützung zur Seite stand. Die Aufführung am Ende des Projekts war ein gelungener Abschluss, bei dem sich zeigte, was die Kinder mit unserer Unterstützung gelernt hatten und wir als Studenten waren wirklich stolz auf "unsere" Kinder.
   

Erfahrungsbericht von Nadine Hecker (Studentin / Leither Schule / Wintersemester 2009/2010)

Am heutigen Tage fanden die Aufführungen unserer Till Eulenspiegel – Theaterstücke statt. Ich selber habe die erste Aufführung am Morgen betreut und war wirklich begeistert. Die Kinder waren natürlich sehr aufgeregt, doch sie haben alles richtig gut hinbekommen und die Aufführung war ein voller Erfolg.

Auch das Theater – Projekt war für mich ein voller Erfolg in vielerlei Hinsicht. Ich habe vieles gelernt und mitgenommen, was ich bei einem „normalen“ Praktikum sicherlich nicht gelernt hätte. Es war sehr aufregend, mit den Kindern einmal etwas Anderes zu machen als nur Deutsch, Mathe oder ein sonstiges Fach. Die Kinder haben alle sehr toll mitgearbeitet und sich große Mühe gegeben. Es war interessant, die Kinder einmal nicht nur im gewöhnlichen Schulalltag zu erleben, sondern in einer anderen Situation. Natürlich war man auch in der Schule und hat ihnen etwas beigebracht, aber etwas, das sie sonst nicht alle Tage machen. Das Theaterspielen war für die meisten Kinder eine neue und aufregende Erfahrung, welche sie nun mit unserer Hilfe machen durften. Es hat Spaß gemacht, jede Woche in die Schule zu kommen und mit den Kindern in Kleingruppen zu arbeiten. So waren sie meist konzentriert und begeistert bei der Sache und hatten Spaß. Wir lernten die Kinder spielerisch kennen und wussten dennoch, wie sie sich verhielten und wer sie eigentlich waren.

Auch die Kinder akzeptierten uns schnell. Für unsere Klasse war das Theater spielen neu und sie hatten so etwas noch nie zuvor gemacht. Somit war es für uns alle aufregend und wir waren alle auf demselben Stand. Alle haben sich viel Mühe gegeben, um am Ende ein tolles und nahezu perfektes Theaterstück auf die Beine zu stellen. Die Kinder lernten schnell und fleißig ihren Text und ich war begeistert, wie schnell sie das konnten. Man stellte fest, wer für größere Rollen geeignet sein könnte und wer eher eine etwas kleinere Rolle nehmen könnte. Außerdem wollten manche Kinder gar keine großen Rollen spielen, da es auch für sie neu und ungewohnt war. Im Endeffekt hatten wir eine tolle Aufteilung der Rollen, welche sehr gut funktionierte! Die Kinder vergaßen auch bei der Aufführung nicht ihren Text und sprachen alles so aus, dass es gut zu verstehen war, auch in den hinteren Reihen.

Alles in allem bleibt mir eigentlich nur noch zu sagen, dass ich viel aus diesem Projekt mitgenommen habe und sehr, sehr froh bin, es gewählt zu haben. Es hat mir sehr viel Spaß und Freude bereitet, mit den Kindern und meinen Kommilitoninnen zu arbeiten und ich denke, wir haben – zusammen mit der Klassenlehrerin Frau Baumgart – einiges erreicht. Es war einmal eine ganz andere Erfahrung, die man in seinem späteren Werdegang wohl nicht mehr so oft machen kann. Dennoch kann man nun, wenn man einmal gesehen hat, wie so etwas abläuft, ein solches Projekt vielleicht auch in seiner eigenen Laufbahn als Lehrer einbauen und in der Zukunft mit seiner eigenen Klasse einmal ein solches Theater – Projekt starten. Wir wissen ja nun, was da so ungefähr auf einen zukommt und was man zu erwarten hat.

Aus diesem Grund hatte ich mich auch für dieses Projekt entschieden. Ich wollte einmal etwas kennen lernen, das man nicht alle Tage sieht und genau das ist passiert. Es war außergewöhnlich und vor allem außergewöhnlich schön!

   

Erfahrungsbericht von Julie Wellfonder (Leither Schule)

Anlässlich meines Orientierungspraktikums im Grundstudium habe ich mich für ein Theaterprojekt entschieden. In einer Klasse der Leitherschule in Essen sollte gemeinsam mit Schülern ein Theaterstück vorbereitet und aufgeführt werden. Hierzu wurden wir Studenten in einem von Herrn Schneider, dem Rektor der Leitherschule, geleiteten Seminar auf die Zeit mit der Klasse vorbereitet. Einmal pro Woche gingen wir in die 3. Klasse von Frau Kretschmer und arbeiteten mit den Schülern und Schülerinnen an Bühnenbildern und Requisiten. Außerdem lernten wir mit ihnen die Texte für das Stück „Münchhausen auf der Reise nach Konstantinopel“.

Meine Wahl zu diesem Theaterprojekt hat sich als die Richtige erwiesen: Die Zeit in der Leitherschule war für mich sehr lehrreich und hat mich in meinem Wunsch, Grundschullehrerin zu werden, bestätigt. Ich nehme viele Erfahrungen aus diesem Praktikum mit. Die Lernbereitschaft der Kinder und ihre Freude am Theaterspielen haben mir gezeigt, dass ich sehr viel Spaß an meinem zukünftigen Beruf haben werde.

Ich kann jedem empfehlen, ein solches Projekt auszuprobieren. Es eröffnet einen anderen Blick auf den „Arbeitsplatz Schule“ und hindert dennoch nicht daran, auch den üblichen Schulalltag zu erleben.

Diese Alternative zum Frontalunterricht ist eine Erfahrung wert und ich bin froh darüber, diese gemacht zu haben. Die nach der vielen Arbeit gelungene Theateraufführung der Klasse vor ihren Familien und anderen Kindern hat mich in meiner Studienwahl bestätigt. Ich hatte sehr viel Spaß mit den Kindern und freue mich auf mein nächstes Praktikum.

   

Erfahrungsbericht von Vera Fries (Studentin - Leither Schule)

Auf das Orientierungspraktikum in Verbindung mit einem Theaterprojekt wurde ich von einer Freundin aufmerksam gemacht. Sie hatte selber schon bei einem Theaterprojekt mitgewirkt und erzählte mit Begeisterung von ihren Erfahrungen. Schnell wurde mir klar, dass dies auch für mich ein interessantes Praktikum sein würde und ich meldete mich für das Theaterprojekt an.

In dem begleitenden Seminar bei Herrn Schneider haben wir die Stunden geplant und vorbereitet. Doch noch spannender waren die ersten Stunden in der Schulklasse. Die Kinder haben uns nett empfangen und sich genauso auf das Theaterstück gefreut wie wir.

 Es war schön einmal selbst mit den Kindern arbeiten zu können und nicht nur stiller Zuhörer zu sein. Die Zusammenarbeit zwischen Schülern, Studenten und Lehrern hat super funktioniert und es war schön die Erfolge der einzelnen Stunden zu sehen. Das Basteln der Bühnenbilder, der Requisiten und der Kostüme, selbst die Textarbeit haben mir viel Freude gemacht. In manchen Stunden war ich überrascht wie viel man den Kindern zutrauen kann. Ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln, sowohl im Umgang mit den Kindern als auch bei der Vermittlung von Wissen. Die kreative Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich kann das Theaterprojekt nur jedem empfehlen.

   

Erfahrungsbericht von Katharina Godde (Studentin - Leither Schule)

Es war mein erstes Semester, als ich mich entschied, das Schulpraktikum als Orientierung zu absolvieren. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht viel über Profilpraktika und konnte mir auch noch recht wenig darunter vorstellen. Von Freunden, die dies schon mal gemacht hatten, bekam ich allerdings positive Rückmeldungen und war somit entschlossen, diese Art von Praktikum einmal auszuprobieren.

Die Vorbereitungsstunden in der Uni Essen, in denen wir den Ablauf der Stunden mit Herrn Schneider, dem Schulleiter der Leither Schule in Kray besprachen, haben mir sehr geholfen. Ich fühlte mich somit recht gut vorbereitet, die Umsetzung war wiederum etwas anderes.

Da die Kinder natürlich insgesamt etwas aufgeregt wegen des ganzen Projektes waren, war die Arbeit mit ihnen an dem Theaterstück nicht immer leicht. Aber gerade das fasste ich als durchaus positiv auf, da man so sehen konnte, ob man einer solchen Herausforderung gewachsen war. Alle zusammen haben wir das gut gemeistert und mir hat es sehr viel Spaß bereitet, den Fortschritt der Kinder von Woche zu Woche begleiten zu können. Ich habe aus der Zeit der Vorbereitung des Theaterstücks und den Aufführungen einiges an Erfahrungen gesammelt und viele andere positive Dinge mitgenommen. Die Arbeit in kleineren sowie in größeren Gruppen war ein Bestandteil der Arbeit. Man hat gelernt, mit einer ganzen Klasse umzugehen, aber auch auf einzelne Kinder einzugehen. Ein weiterer sehr schöner Aspekt war, die Motivation, Disziplin und Kreativität, wie z.B. beim Basteln und dem Text lernen, der Kinder zu beobachten. Im Großen und Ganzen hat mir das Profilpraktikum sehr gut gefallen und ich würde es jederzeit weiterempfehlen. Man hat hier die Chance, eine andere Seite der Schule und der Kinder kennenzulernen und diese sollte man nutzen!